Da die Zellen im Amtsgericht Lesum nicht mehr ausreichten, wurde 1912 ein Erweiterungsbau des Gefängnisses benötigt. Johann Friedrich Behrens fertigte die Entwürfe im Rotsteinbau mit einer Wohnung für den Gefängnisaufseher/Gerichtsdiener an. 1913 wurde es übergeben. Von 1954 bis 1988 wurde das Gefängnis zur Jugendarrestanstalt umgewidmet. Kurzzeitig diente das Gebäude danach als Notquartier für Aus- und Übersiedler. Erst 2002 wurde das Gebäude zu Wohnungen mit einer Stahl-Glas-Fassade umgebaut. Der Innenhof verschwand, nur ein Reststück der alten Gefängnismauer blieb als Erinnerung erhalten.
Archiv HVL F03113