Im Jahr 1900 begann im Dorf Lesum ein fortschrittlicher Zeitabschnitt: die Gemeinde schloss mit der Fa. Carl Francke einen Vertrag zur Errichtung eines Gaswerkes ab. Im Jahr 1901 wurde ein erster, im Jahr 1909 ein zweiter Gasometer auf der Mönchshofwiese gebaut. Vermutlich wurde die eigene Gaserzeugung durch die anliegende Kokerei nur bis 1912 betrieben. Danach wurde das Gas von der norddeutschen Hütte bezogen. Die Gasometer dienten danach bis zu ihrem Abriss Anfang der 1970er Jahre noch als Verteiler- bzw. Reglerstation. Das Hanseatische Hartsteinwerk im Hintergrund wurde bereits 1909 wieder aufgelöst. Die Gebäude wurden im Sommer 2006 abgerissen.
Archiv HVL AK00536