Kalender 2022

Siedlungsräume befinden sich in stetem Wandel. Viele kleine und größere, punktuelle Veränderungen führen dazu, dass sich das Ortsbild allmählich verändert. Jede Zeit ist dabei durch ihre baukulturellen Vorlieben geprägt und hinterlässt ihre entsprechenden Spuren. Gleichzeitig gehen auch stetig bauliche Zeugnisse früherer Zeiten verloren. Sei es durch Abbruch vermeintlich nicht mehr zeitgemäßer Gebäude, durch Unglücke wie Brände oder durch veränderte Anforderungen an die jeweiligen Standorte.

In diesem Kalender möchten wir Ihnen (fast durchweg) Objekte und Gebäude vorstellen, die inzwischen aus dem Ortsbild verschwunden sind. Manche/r aus der älteren Generation wird sich noch an viele der Motive erinnern. Gerade für Jüngere oder später Zugezogene dürften sie aber überwiegend „Neuentdeckungen“ sein, die einen Eindruck vom einstmals vielerorts dörflichen Charakter und dem Alltagsleben unseres Stadtteils vermitteln.

Wie schon bei den zurückliegenden HVL-Heimatkalendern möchten wir auch beim aktuellen Heimatkalender 2021 die Gelegenheit nutzen, Ihnen weitergehende Informationen zu den Motiven anzubieten.

Außerdem können Sie auf einer digitalen Karte die damaligen Standorte der abgebildeten Motive nachvollziehen. Hier geht es zur Übersichtskarte!

Kalenderblatt November 2022: Hof Schütte

Hof Schütte

Hof Schütte, Ecke Auf dem hohen Ufer / Billungstraße, St. Magnus, 1985, Foto: August Rohlfs

Das Haus wurde 1896 erbaut von Arnhold Müller und seiner Frau Adeline geb. Gärdes. Nach deren Tod ging der Besitz an die Tochter Margareta und ihren Mann, den Bauern Friedrich Schütte… Weiterlesen

Kalenderblatt Oktober 2022: Schneiderstraße 5 und 8

Schneiderstraße 5 und 8

Schneiderstraße 5 und 8, früher Bahnhofstraße, Lesum, 1923, Archiv HVL

Das Haus Nr. 5 auf der linken Straßenseite wurde 1906 vom Gewerberat Otto Kruse erbaut und 1922 erweitert. Auf der rechten Straßenseite steht das Haus der Firma Bielefeld. Bereits 1863 transportierte Hermann Heinrich Bielefeld, zugehörig zur „Lesumer Bauerngenossenschaft“, Torf, Holz und Sand. Nach seinem frühen Ableben übernahm sein Bruder Johann Christoph das Unternehmen, später dessen Sohn Heinrich Ernst. Er brachte Torf vom Lesumer Hafen in die Lesumer Haushalte. Um 1925 kam der Kohlenhandel dazu, sowie ein Möbelwagen, ein Leichenwagen und eine Droschke. 1930 trat der Sohn Fritz in das Geschäft ein. Danach wurde dessen Bruder Hans Geschäftsführer und übernahm den Handel mit Heizöl, den dessen Söhne Hajo und Fried unter dem Namen „Gebrüder Bielefeld“ weiterführten. Das Firmengebäude wurde 2015 abgerissen und durch drei Gebäudekomplexe mit 18 Eigentumswohnungen ersetzt.

Hier klicken, um den Standort Schneiderstraße auf einer Karte anzuzeigen.